Am Sonntag, den 20. September 2026, 18:00
Elias Prinz Trio zu Gast in St. Heinrich, Kiel
Jazz Manouche zwischen Tradition, kultureller Begegnung und musikalischer Freiheit – Musik als Zeichen gegen Ausgrenzung und für eine offene Gesellschaft
Am Sonntag, dem 20. September 2026 ist das Elias Prinz Trio ab 18:00 Uhr zu Gast in der Kieler St. Heinrich-Kirche, Feldstraße 172. Der junge Gitarrist, Komponist und Arrangeur Elias Prinz zählt zu den spannendsten Vertretern des aktuellen Jazz Manouche. Gemeinsam mit dem aus Paris stammenden Rhythmusgitarristen Jean-Baptiste Delattre und der Münchner Kontrabassistin Ida Valentina Koch präsentiert er ein Konzertprogramm aus eigenen Kompositionen, neu interpretierten Perlen der Jazzliteratur und ausgewählten Stücken Django Reinhardts, die in den fein abgestimmten Arrangements von Elias Prinz neu zum Leben erweckt werden.
Die Musik von Elias Prinz ist stark geprägt von der Musiksprache der Sinti, von Django Reinhardt und der modernen Jazz-Manouche-Szene. Durch enge Freundschaften zu Sinti-Musikern hat er sich intensiv mit deren Musik und Tradition auseinandergesetzt und entwickelte so seinen authentischen, melodisch unverkennbaren Stil, der das Feuer und die Schönheit dieser Musik aufleben lässt. Virtuos, aber immer melodisch und mit viel Feingefühl, verbindet er die Tradition des Jazz Manouche mit zeitgenössischen Elementen. Dabei führt er diese Musik nicht bloß als nostalgische Erinnerung an eine vergangene Zeit fort, sondern lässt sie in seinen Kompositionen und Arrangements in der Gegenwart lebendig werden.
Dieses Konzert verspricht ein außergewöhnliches musikalisches Erlebnis. Zugleich setzt es ein Zeichen für kulturelle Vielfalt. Die Geschichte der Sinti und Roma ist auch eine Geschichte von Ausgrenzung, Diskriminierung und Verfolgung. Währenddes Nationalsozialismus wurden Sinti und Roma systematisch verfolgt und ermordet. Die Musik, die aus ihrer kulturellen Tradition hervorgegangen ist und die heute Menschen auf der ganzen Welt begeistert, erinnert daran, welchen Reichtum eine Gesellschaft gewinnt, wenn sie kulturelle Vielfalt nicht ausgrenzt, sondern wertschätzt.
Wenn wir heute Musik, die tief in der Tradition der Sinti verwurzelt ist, aufführen und fördern, dann setzen wir damit auch ein Zeichen: Für eine Gesellschaft, in der niemand wegen seiner Herkunft, seiner Kultur oder seiner Zugehörigkeit ausgegrenzt wird. Für eine Gesellschaft, in der Vielfalt als Bereicherung verstanden wird. Und gegen jede Form von Rassismus und Menschenfeindlichkeit. Der
Förderverein Kirchenmusik Franz von Assisi Kiel e.V. www.kimu-kiel.de möchte mit diesem Konzert deshalb nicht nur herausragende Musik nach Kiel bringen. Er möchte gemeinsam mit den Künstlern und dem Publikum ein Zeichen für Menschenwürde, kulturelle Vielfalt und eine offene demokratische Gesellschaft setzen.
Alleiniger Veranstalter des Konzerts ist der Förderverein; ein etwaiger Überschuss soll der Arbeit des Landesverbands Schleswig-Holstein des Verbands Deutscher Sinti und Roma e. V. zugutekommen, der die Zielsetzung der Veranstaltung ausdrücklich unterstützt. Damit soll die Musik an diesem Abend nicht nur Grenzen zwischen musikalischen Traditionen
überwinden, sondern auch ganz konkret dazu beitragen, dass unsere Gesellschaft offen, vielfältig und demokratisch bleibt.
Elias Prinz wurde für sein musikalisches Schaffen bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem 1. Preis des Münchner Kurt Maas Jazzawards 2023, dem Jungen Münchner Jazzpreis 2024, dem Förderpreis der Münchner Konzertgesellschaft 2024 und zuletzt mit dem renommierten BMW Young Artist Jazz Award 2025. Die Süddeutsche Zeitung würdigte seine Django-Reinhardt-Hommage als eine Verbindung von „Virtuosität, Respekt und Fantasie“ und hob hervor, dass Prinz die Musik nicht bloß nostalgisch reproduziere, sondern sie auf überzeugende Weise in die Gegenwart hole.
Das Konzert des Elias Prinz Trios wird so zu einem musikalischen Statement: gegen Ausgrenzung, gegen Rassismus und gegen das Vergessen – und für die Überzeugung, dass Musik Menschen verbinden kann, wo Ideologien sie zu trennen versuchen. Ein Statement, das sich hören lassen kann.
Eintrittskarten kosten 30€ an der Abendkasse und 25€ im Vorverkauf. Der Ticketvorverkauf findet über eventim statt.